13. Juni 2024

Wie oft denken wir 

«ich muss» oder «ich soll» statt «ich darf». Dabei fühlt sich «dürfen» viel weicher, stimmiger, freudvoller an. Weil es wie ein Geschenk an uns ist, dass wir diese eine Sache auch angehen und unser Eigen nennen können.

Mit dem Gedanken des Müssens ist sogleich ein Druck auf dem Herzen und eine Schwere auf den Schultern spürbar. Müssen ist nicht freiwillig. Müssen ist leisten auf Befehl. Müssen lässt uns leer schlucken, weil sich alles dagegen wehrt. 

Ausnahmslos schreit alles Nein in uns. Trotzdem machen wir gute Miene zu bösem Spiel und wirken mit einem heftigen Widerstand in uns sowie mit einem gequälten, aufgesetzten Lächeln auf unserem Gesicht dennoch mit. 

Weil wir vermeintlich davon ausgehen, dass es von uns so erwartet wird. Weil man nicht einfach Nein sagen kann. Doch wenn wir ehrlich zu uns selbst sind, ist die entscheidende Frage dazu: Ist dies auch tatsächlich wahr? Kann ich zu 100 Prozent sicher sein, dass es auch so ist? Oder gibt es da nicht doch noch eine bessere Option? 

Richten wir unser Bewusstsein auf unseren freien Willen, der uns stets im Leben gegeben ist. Infolgedessen gilt es herauszufinden, was wir wirklich wollen und was wir eher zu tun pflegen, weil es von uns so erwartet wird. 

Sollten wir mithin schmerzlich erkennen, dass uns das Leben, in dem wir uns zum besagten Zeitpunkt befinden, nicht mehr gefällt, dann ist dies ein dringender Aufruf an uns, es schnellstmöglich in eine neue Richtung zu lenken. 

Beispielsweise dahin, wo Freude und Leichtigkeit wieder Einzug halten können. 

Auch wenn dies möglicherweise eine große Entscheidung erfordert, Unsicherheit oder gar eine Leere in uns rührt – durch das Nichtwissen, wohin uns unser Weg nun führen mag. Was wir aber dennoch mit Gewissheit in uns erkennen können, ist, dass wir das, was wir jetzt leben, nicht mehr wollen und etwas in uns nach Veränderung schreit. 

Bereits diese eine und sehr wertvolle Erkenntnis setzt in uns eine immense Kraft, den notwendigen Mut und die dazugehörige Entschlossenheit frei, es auch tatsächlich zu tun und damit ins Handeln zu kommen. 

Sie spornt uns an, fokussiert und zugleich entschlossen zu bleiben. Den Blickwinkel stets auf das Ziel gerichtet. Dorthin, wo wir uns sehen wollen, und in das Gefühl, welches wir dabei fühlen möchten. Zu dem Zeitpunkt, wenn wir da sind, wo wir uns in der Zukunft gerne sehen. Das ist unser großer Wegbereiter. 

Nur diesem gilt es fortan beharrlich zu folgen. Geradlinig, klar, ohne Ablenkung, mit geschärftem Blick und einer großen Portion Abenteuerlust im Gepäck, heißt es nun: auf zu neuen Ufern! Schritt für Schritt, uns dem gesetzten Ziel anzunähern. 

Außerdem mutig den inneren Impulsen zu folgen, um zu erkennen, was nun tatsächlich nach Veränderung schreit und wovon wir doch eher die Finger lassen sollten, weil wir sie uns auf dem Weg dorthin deftig verbrennen könnten. 

Wir sollen nicht müssen, sondern stets dürfen – im Wissen, dass wir immer eine Wahl haben und damit entscheiden können: Wozu verpflichte ich mich tatsächlich und was lehne ich dankend ab, weil es mir nicht gut bekommt und weil es sich schwer, erdrückend und alles andere als leicht anfühlt? 

Jedoch sollte es sich ununterbrochen in unseren Vorhaben leicht anfühlen. Auch dann, wenn eine gigantische Leistung ansteht. Ein riesiges Projekt. Etwas, was unsere ganze Aufmerksamkeit und unseren gesamten Einsatz und die ungeteilte Aufmerksamkeit erfordert.  

Müssen ist

leisten auf 

Befehl. 

Leicht sowie freudig sind nicht gleichzusetzen mit faul oder aber gar sich vor etwas drücken wollen. Sei es vor der Verantwortung, der Aufgabe und Ähnlichem. Sondern es geht eher darum, wie wir an eine Sache herangehen und ob sie in uns Begeisterungsstürme und ein Freudenfeuer oder doch eher eine wahrnehmbare Abwehr entfacht. Wahrlich kann einen die Leichtigkeit auch ins Schwitzen bringen. Schließlich tragen wir mit unseren Kräften auch so einiges dazu bei. 

Daher gilt es, stets der Freude zu folgen und diese als unseren inneren Kompass zu befähigen. Denn sie weist uns lichtvoll und seelenbasiert unseren Weg. Sie lässt uns tanzen. Auch dann, wenn es Berge zu versetzen und zahlreiche Hürden zu überwinden gilt und Ausgedientes losgelassen werden darf, damit es Raum gibt für das, was folgen mag. 

Die Freude bestärkt uns auf unserem Weg. Deswegen, weil sie uns glasklar erkennen lässt, wohin es unser Herz zieht. Wir können gar nicht anders. Daran gibt es keinen einzigen Zweifel, dass es nur diesen besagten Weg gibt, und wir sind fortan mehr als nur bereit, jeder Hürde und jeder Herausforderung die Stirn zu bieten und ihnen zu trotzen. Weil wir den Sinn darin erkennen können bei demjenigen, was wir vorhaben zu tun und wohin uns unser Weg führen mag. 

Mit einer inneren Gewissheit spüren wir: Dieser Weg ist seelenbasiert und gehört zu mir. Ich lebe mich und meinen Seelenplan, anstatt die Marionette einer Gesellschaft und eine Kopie der vielen zu sein. Ferner bin ich ganz ich und gehe in diesem Ichsein auf. Weil ich auf meinem ureigenen individuellen, lust- und freudvollen Weg unterwegs bin und vor Begeisterung Luftsprünge machen könnte. 

Aus diesem Grund gilt es, stets in sich zu horchen, um zu erforschen, ob der Weg, den wir beschreiten, und das Leben, welches wir aktuell führen, auch tatsächlich dem entspricht, was sich unsere Seele vor dieser Inkarnation vorgenommen hat. Oder aber wir sind hingegen zwischenzeitlich von unserem Pfad abgekommen und alles schreit nach Korrektur und Umkehr. 

Regelmäßiges Reflektieren sowie großzügig Korrekturen vorzunehmen, wo angebracht, sind von Vorteil und dienen der großen Unterstützung – um auch tatsächlich unser Leben ganz nach unseren innigsten Herzenswünschen zu gestalten und währenddessen zu erblühen.

INSPIRATION FÜR EIN ERFÜLLTES LEBEN

In der Rückschau auf unser Leben – am Ende unserer Tage hier auf Erden – sollten wir stets mit Freude auf unser Leben zurückblicken können, um weise zu erkennen, dass wir fortwährend unserem Herzen und damit dem inneren (Seelen-)Kompass gefolgt sind.  

Dadurch, dass wir unseren lichtvollen Seelenplan zielgerichtet verfolgt haben und damit ein großes Stück in unserer Entwicklung gewachsen sind und ebenso auf einen immens großen Erfahrungsschatz zurückblicken und -greifen können.  

Frieden, Wertschätzung, Dankbarkeit als auch Demut werden die Antwort darauf in uns sein.

Copyright © 2024 Barbara Michaela Tanner. All rights reserved.

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