13. Januar 2024

Wer kennt sie nicht

die Entscheidungen, die man gegen sich fällt, zum Wohle der anderen anstelle seiner selbst? Dem Frieden und der Harmonie zuliebe. 

Hand aufs Herz: Wem hilft diese Art der unlauteren Zugeständnisse tatsächlich? Niemandem. Weder der Gegenpartei, namentlich den anderen Beteiligten, denen sie zugutekommen sollten, noch uns selbst. Weil sprichwörtlich etwas Faules mitschwingt, was mächtig gegen den Himmel stinkt. Eine Täuschung! 

Fakt ist: Letztlich führt diese Handlung mit großer Wahrscheinlichkeit zu einer Enttäuschung und damit früher oder später garantiert zum Ende der Täuschung. Weil der Geschichte der Echtheitsfaktor abhandengekommen ist. 

Einmal eingegangen, fühlen sich die faulen Kompromisse sehr unbequem und bereits abgenutzt an. Im Vorfeld willentlich darauf eingelassen, mit der oftmals unschuldigen Absicht, der Gegenpartei damit etwas Gutes zu tun. Indem wir uns ständig anpassen, zum (angeblichen) Wohle der anderen! Aber haben wir die Mitstreiter vorab gefragt, ob dies ebenso in ihrem Sinne sei? 

Und wenn dem auch so wäre – letztlich geht es um uns, unsere Entscheidungen und Handlungen sowie Absichten, deren Konsequenzen nur wir selbst heimisch sind und zu tragen haben. Man tut gut, für sich zu beleuchten, ob diese Art der Bewerkstelligung einem in der Tat wohl bekommt. 

Und wenn man darauffolgend ganz ehrlich zu sich selbst ist, wird wohl kaum ein «100-Prozent-Jawohl» dafür herausspringen. Oder es wird uns im besten Falle vielleicht noch ein mageres, dünnes «Ja, aber …» entlocken. Und da haben wir ihn wieder auf frischer Tat ertappt! Der faule Kompromiss, der uns trügerisch weismachen will, dass wir keine andere Wahl hätten.

BEDIENE DICH STETS
FREUDVOLL DEINES freien

 Willens

UND WISSE, WIR HABEN
IMMER eine 

Wahl.

Doch was ist, wenn wir nicht mehr mitmachen mögen, im längst ausgedienten Spiel des «sich ständig anpassen müssen»? Mit der Angst im Nacken, dass wir vielleicht damit die anderen, die dies «scheinbar» in der Form von uns erwarten, verärgern könnten. Was lediglich auf einer Annahme beruht, wie die anderen von uns denken könnten, und mit der Realität herzlich wenig zu tun hat. Denn in der Tat wissen wir nicht, was in den Köpfen unseres Gegenübers tatsächlich vor sich geht. 

Letztlich geht es darum zu klären, wessen Wohlbefinden uns hierbei wichtiger ist: das der anderen oder unser eigenes? In welcher Rolle sind wir ganz wir selbst? Unter welchen Umständen trauen wir uns, ein eindeutiges Nein gegen etwas im Außen und im Gegenzug ein klares Ja für uns auszusprechen? Und wo hingegen schlängeln wir uns einfach mittig durch, indem wir uns totstellen, keine klare Meinung äußern und damit als stiller Mitläufer fungieren? Keine gute Wahl! Denn dies erzeugt im Nachgang einen äußerst faden Beigeschmack. 

Wie uns bekannt, haben wir immer eine Wahl. Der freie Wille ist uns stets gegeben. Denn wir sind pure Schöpferpower und am Ende unserer Tage würden wir uns nur über uns selbst ärgern, wenn wir diesem keinen Raum noch unsere Beachtung geschenkt hätten. Sprich, dass wir zu Lebzeiten nicht besser für uns und unsere Bedürfnisse eingestanden sind und den verrotteten Eiern so viel mehr an Gedeih und Kraft verliehen haben als uns selbst – und damit unsere Bedürfnisse, Anliegen und Wünsche pausenlos untergraben haben. 

Sind wir bei dieser Erkenntnis angelangt, dann gilt es, dieses längst überholte Handeln primär zum Wohle der Dritten schnurstracks zu hinterfragen und im zweiten Schritt zu verändern. Indem wir fortan vorrangig unserem Herzen lauschen. Namentlich dem, was es uns in den stillen Zeiten der Einkehr offenbart. Um konsequent danach zu handeln. Zum Wohle von uns und damit auch allen anderen Beteiligten. 

Es lohnt sich, den ausgedienten Kompromissen auf den Grund zu gehen und sich die alles entscheidende Frage zu stellen: «Will ich dies oder jenes noch in meinem Leben haben?» «Ja oder nein?» Um nachfolgend entsprechend zu handeln. Für sich und ein glückliches, erfülltes sowie selbstbestimmtes Dasein.

Viel Glück und Freude beim Ausprobieren. Aber aufgepasst! Die darauffolgenden Prüfungen lassen meist nicht lange auf sich warten. Und dann gilt es Rückgrat zu bewahren und damit uns sowie unseren Prinzipien treu zu bleiben. Für uns und unser Wohlergehen. 

INSPIRATION FÜR DICH:

Bediene dich stets freudvoll deines freien Willens und wisse, wir haben immer eine Wahl. 

Copyright © 2024 Barbara Michaela Tanner. All rights reserved.

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